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  • Moritz Thate reizt die Vielschichtigkeit von Compliance-Themen.

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Herausforderungen schätzen

Das Leben hat viele Bühnen. Was zählt, ist, sich voll einzubringen.

Moritz ist ausgebildeter Schauspieler, doch er entdeckte Jura für sich – weil es ihn ganz anders herausfordert. Je komplizierter ein Mandat ist, desto intensiver fesselt es ihn. Sein starker Wille und sein Forschergeist kommen ihm bei Compliance-Untersuchungen und Gerichtsverhandlungen zugute. Moritz führt Schadensersatzprozesse für Unternehmen, die Opfer von Straftaten wurden.

Moritz Thate reizt die Vielschichtigkeit von Compliance-Themen.

Je schwieriger ein Mandat ist, umso mehr will ich den Fall knacken.

Du bist ausgebildeter Schauspieler. Wie kommt man von der Bühne in die Kanzlei?

Das war ein langer Weg. Zunächst habe ich nach dem Zivildienst ein Semester lang in Berlin Politikwissenschaften studiert. Ich ging damals aber nicht in erster Linie zum Studieren dorthin, sondern weil ich Theater spielen wollte. Das funktionierte in Berlin besser als in meiner Heimatstadt. Ich habe mich einer Theatertruppe angeschlossen, bin dann aber nach einem halben Jahr schon wieder umgezogen – nach Graz, weil ich dort einen Studienplatz für Darstellende Kunst bekommen habe. Nach dem Studienabschluss ging ich nach München und habe als Schauspieler gearbeitet. Das war aber schwierig, ich habe eher schlecht als recht ein Bein auf den Boden gekriegt mit meiner Kunst.

Du hast also keine echte Perspektive für dich gesehen?

Es war keine einfache Zeit. Ich habe ein bisschen gedreht und Theater gespielt, Lesungen gemacht und hier und da Synchronsprecherrollen übernommen. Aber die Auftragslage war meistens mau und ich hatte viel Leerlauf. Irgendwann habe ich mich dann parallel für Jura eingeschrieben – einfach, um noch eine zweite Option zu haben. Das Jura-Studium lief für mich anfangs eher ‚nebenher’, aber ich musste nach einer Weile erkennen, dass es beruflich bei mir wahrscheinlich eher mit der Juristerei als mit der Schauspielkarriere klappen wird. Mit diesem Wechsel habe ich lange gehadert, im Nachhinein bin ich aber sehr froh, dass ich diese Entscheidung getroffen habe.

Ich hatte vorher ein paar negative Klischees über Großkanzleien im Kopf, die sich nicht bewahrheitet haben.

Jura hat dich überzeugt?

Ja. Ich habe rasch gemerkt, dass es mir liegt. Allerdings wusste ich lange nicht, in welche berufliche Richtung ich damit gehen möchte. Im Rahmen der Wahlstation kam ich dann zu CMS – und bin geblieben. Denn ich war positiv überrascht von der Arbeit hier. Ich hatte vorher ein paar negative Klischees über Großkanzleien im Kopf, die sich nicht bewahrheitet haben.

Was gefällt dir an deinen Aufgaben?

Es ist ein Arbeiten auf hohem Niveau und man muss und darf sich in die Fragestellungen richtig reinfuchsen. Ich mag das sehr. Je schwieriger ein Mandat ist, umso mehr will ich den Fall knacken. Da wird einem selten langweilig. Außerdem gefällt mir mein Arbeitsumfeld und ich mag meine Kollegen.

Für welches Fachgebiet hast du dich entschieden?

Ich mache Gesellschaftsrecht und Criminal Compliance. Im Gesellschaftsrecht begleite ich zum Beispiel Gesellschafterversammlungen und berate bei Streitigkeiten unter Gesellschaftern oder in Fragen der Geschäftsführerhaftung. Im Compliance-Bereich beschäftige ich mich vor allem mit Sachverhaltsermittlungen und Schadensersatzprozessen. Wenn Unternehmen Opfer von Straftaten wie Betrug, Untreue oder Bestechung geworden sind, erleiden sie teilweise hohe Vermögensschäden. Wir begleiten diese Firmen von dem Moment des ersten Verdachts an bis zur sogenannten Vermögensrückgewinnung, bei der wir über die unterschiedlichsten Wege versuchen, die erlittenen Schäden wieder zu kompensieren.

„Von dem Moment des Verdachts an“ - das klingt nach Detektivarbeit.

Das ist es ein Stück weit, ja. Wir führen für die Mandanten unternehmensinterne Untersuchungen durch, bei denen wir die Mitarbeiter befragen, Dokumente prüfen und allgemein „nach Spuren suchen“. Je nachdem, auf welche Verdachtsmomente wir dabei stoßen, stellen wir dann zum Beispiel Strafanzeige, der Fall geht zur Polizei und die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter. Parallel dazu können wir dem ebenfalls weiter nachgehen und oft wird es dann richtig spannend, wenn uns auch die Ergebnisse der Ermittlungsbehörden vorliegen – so fügt sich häufig Stück für Stück ein Bild zusammen. Auf dieser Basis verklagen wir die Täter schließlich auf Schadensersatz.

Nicht in allen Bereichen einer Großkanzlei steht man als Anwalt vor Gericht, oder?

Richtig, aber wir im Compliance-Bereich prozessieren regelmäßig. Eine Gerichtsverhandlung ist für mich auch nach drei Jahren im Job immer noch eine Situation voller Adrenalin. Manchmal fiebere ich schon Tage vorher darauf hin. Alles läuft auf diese eine Situation zu und man will natürlich gewinnen, der Ehrgeiz ist dann groß. Vor allem die Kombination mit strafrechtlichen Sachverhalten macht in der Criminal Compliance natürlich besonderen Spaß. Wenn jemand ein Unternehmen übel betrogen hat – da geht es um was, das ist einfach spannend und ich will dann auch ein Stück weit zur Gerechtigkeit beitragen.

In der Gestaltung der Arbeitszeit sind wir sehr flexibel. Ich bin oft morgens als Erster im Büro, kann dann aber abends auch früher nach Hause.

Als ehemaliger Schauspieler bist du wahrscheinlich vor Gericht ganz in deinem Element?

Das werde ich häufig gefragt, aber die Wahrheit ist: Die Schnittmenge mit der Schauspielerei ist wirklich nicht groß. Man muss auftreten und frei sprechen können, aber das war's auch. Das kriegt man auch ohne Schauspiel-Background auf die Reihe. Ich finde die Arbeit vor Gericht aber ähnlich reizvoll wie den Auftritt auf der Bühne und freue mich deshalb, dass das Teil meiner Aufgaben bei CMS ist.

Wie sind deine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den Partnern?

Gut. Man kann ihnen von Anfang an ohne Scheu sagen, was man selbst denkt. Wir diskutieren alles offen, wir arbeiten im Team und wir verstehen uns gut. So soll es sein.

Du hast eine Familie, bist Vater von zwei kleinen Kindern. War dir das Thema Vereinbarkeit von Arbeit und Familienleben bei der Auswahl deines Arbeitgebers wichtig?

Ja, das ist für mich zentral. Auch deshalb habe ich mich für CMS entschieden: Ich denke, hier findet man einen fairen Mix aus anspruchsvoller Arbeit, den Wünschen und Bedürfnissen der Mandanten, Ansprüchen des Arbeitgebers an die Mitarbeiter und Ansprüchen der Mitarbeiter an ihre Work-Life-Balance. Ich kann meine Kinder meistens abends noch sehen und ins Bett bringen, das ist mir wichtig. Ich habe auch Elternzeit genommen – wir sind mit einem alten Wohnmobil sechs Wochen durch Italien gefahren. Genug Arbeit ist natürlich immer da, mein Schreibtisch ist nie leer. Aber man kann es schon hinkriegen, man ertrinkt nicht in der Aktenflut. Und in der Gestaltung der Arbeitszeit sind wir sehr flexibel. Ich bin oft morgens als Erster im Büro, kann dann aber abends auch früher nach Hause.

Da du zweimal studiert hast, bist du relativ spät in den Beruf eingestiegen – hat das Vorteile?

Erfahrungen im Leben zu sammeln ist immer vorteilhaft. Meine Entwicklung sehe ich deshalb nicht als einen Umweg zum Anwaltsberuf, sondern als meinen Weg – den ich gerne gegangen bin und nicht missen möchte. Ich meine, dieser Weg hat mir ein bisschen Mut beigebracht. Dass man nicht den Kopf in den Sand steckt, wenn irgendetwas nicht klappt, sondern eine der vielen anderen Möglichkeiten ergreift, die sich im Leben bieten - selbst wenn das in vielerlei Hinsicht einen Neustart bedeutet. Diese Einstellung will ich mir bewahren, sie hilft mir im Leben wie auch im Beruf.

Für die größten Herausforderungen der Rechtswelt brauchen wir neue, mutige Perspektiven. Wir suchen Menschen, die sie mitbringen.

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Wer ein Unternehmen verantwortungsvoll führen will, muss Regeln einhalten. Und er muss darauf bauen, dass sein Gegenüber das ebenfalls tut. Eine individuelle Compliance-Struktur kann helfen, Gesetzesverstöße zu verhindern und das Haftungsrisiko im Krisenfall zu minimieren. Unser Team Compliance & Forensic Services umfasst mehr als 60 Experten aus allen Gebieten des Wirtschaftsrechts. Sie bieten breites Wissen und gleichzeitig eine hohe Spezialisierung, um Compliance-Fragen sowohl präventiv als auch investigativ schnell beantworten zu können.

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